BKrFQG: Was per Gesetz auf Sie zukommt!

Worum geht es?

Um das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG). Es soll die Aus- und Weiterbildung von Kraftfahrern* verbessern. Betroffen von dem Gesetz sind alle Unternehmen bzw. Kraftfahrer, die Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von über 3,5 t nutzen bzw. führen.

Was schreibt das neue Gesetz konkret vor?

Führerschein und Fahrerkarte allein reichen nicht mehr aus. Es dürfen nur noch Kraftfahrer beschäftigt werden, die eine zusätzliche EU-Qualifikation nachweisen können. Diese Qualifikation muss alle fünf Jahre aufgefrischt werden. Sie wird durch einen entsprechenden Eintrag im Führerschein dokumentiert (Kennziffer 95).

Welche Unternehmen sind betroffen?

In der Regel Speditionen, Busunternehmen, Bauunternehmen, Handelsunternehmen, Fuhrparkbetreiber, Zustelldienste (z. B. Möbel, Pakete, Bau- und Rohstoffe) und viele andere Logistikdienstleister.

Welche Fahrer sind betroffen?

Ob selbstständiger Unternehmer, angestellt oder freier Mitarbeiter (Aushilfe): Betroffen sind alle Kraftfahrer, die gewerblich Fahrzeuge der Klassen C1, C1E, C oder CE bzw. Busse der Klassen D1, D1E, D oder DE steuern.

Gilt dies auch für ausländische Fahrer?

Ja. Betroffen von der Weiterbildungspflicht sind alle Fahrer, die für ein Unternehmen arbeiten, das seinen Standort im europäischen Wirtschaftsraum hat (EU-Staaten plus Island, Norwegen und Liechtenstein).

Was muss ein Fahrer künftig vorlegen können?

Es kommt darauf an, welche Ausbildung er absolviert und wann er seinen Führerschein erworben hat.

Der Berufskraftfahrer oder die Fachkraft im Fahrbetrieb
Wer eine 3-jährige Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb absolviert hat (jeweils mit IHK-Prüfung), muss keine zusätzliche EU-Qualifikation vorlegen. (Der entsprechende Lernstoff wurde ihm bei seiner Ausbildung vermittelt.) Er muss aber – wie andere Kraftfahrer auch – seine Qualifikation alle fünf Jahre mit einer 35-stündigen Weiterbildung auffrischen.

Der Fahrer ohne IHK-Prüfung – Führerscheinerwerb NACH dem
9. September 2009

Er muss nachweisen, dass er eine sogenannte Grundqualifikation oder eine beschleunigte Grundqualifikation absolviert hat. Und er muss – wie andere Kraftfahrer auch – seine Qualifikation alle fünf Jahre mit einer 35-stündigen Weiterbildung auffrischen.

Der Fahrer ohne IHK-Prüfung – Führerscheinerwerb VOR dem
9. September 2009

Er muss keine (beschleunigte) Grundqualifikation absolvieren, aber eine 35-stündige Weiterbildung. Diese Weiterbildung muss in der Regel bis zum
9. September 2014** abgeschlossen sein. Und er muss – wie andere Kraftfahrer auch – diese Qualifikation alle fünf Jahre mit einer weiteren 35-stündigen Weiterbildung auffrischen.

**Unter ganz bestimmten Voraussetzungen gibt es jedoch Ausnahmetermine. Den gesetzlich verbindlichen Termin kann man nur erschließen, wenn man den Führerschein individuell prüft. Fragen dazu beantworten wir Ihnen gerne unter 0251-6061-260.

Was will die EU-Qualifikation vermitteln?
Ziele laut Gesetz sind, das rationale Fahrverhalten auf der Grundlage der Sicherheitsregeln zu verbessern, die rechtlichen Grundlagen des Güterkraftverkehrs und deren Anwendung deutlicher zu machen sowie Gesundheit, Verkehrs- und Umweltsicherheit, Dienstleistungen und Logistik zu thematisieren.

Wer bezahlt die Ausbildung?
Der Kraftfahrer, der Arbeitgeber oder teilen sich beide die Kosten? Schwierige Frage, die bislang unterschiedlich diskutiert wird. Der Gesetzgeber lässt alle Spielräume offen.

Wann müssen Sie als Arbeitgeber aktiv werden?

Jetzt. Stellen Sie im eigenen Interesse sicher, dass Ihr Fahrpersonal zum Zeitpunkt der Führerscheinverlängerung belegen kann, dass es die Weiterbildung gemäß Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz absolviert hat.

Sie müssen jetzt damit beginnen.
Lassen Sie jetzt die Führerscheine Ihres Fahrpersonals analysieren. So kennen Sie den gesetzlich verbindlichen Vorlage-Termin. Das ermöglicht Ihnen, die Weiterbildung Ihres Fahrpersonals systematisch zu planen – termingerecht, stressfrei und mit minimalen Kosten.
Unser RuF-OrgaService kann Ihnen dabei helfen.

*Wir verwenden ausschließlich die männliche Ansprache, meinen aber selbstverständlich auch Frauen.  Begriffsmonster wie "erfahrener/e Kraftfahrer/-in" bleiben Ihnen damit erspart, welche zwar korrekt, aber schwer lesbar wären.

Im Klartext: Alle Fahrer, die Fahrzeuge über 3,5 t steuern, müssen ihre Aus- und Weiterbildung gemäß BKrFQG absolvieren. Sonst dürfen sie nicht beschäftigt werden.

Wenn Sie mehr über RuF wissen wollen, dann rufen Sie uns bitte einfach an: 0251-6061-260

Müssen ebenfalls zur Weiterbildung:
Führerschein-Inhaber
der Klasse 3

Je besser Ihre Fahrer geschult sind, desto reibungsloser das Tages-geschäft. Je reibungsloser das Tagesgeschäft, desto höher der Gewinn.

Wer ohne EU-Qualifikation fährt, wird aus dem Verkehr gezogen.